Versicherungsrechtliche Besonderheiten

Die GKV bildet die Grundbasis des deutschen Sozialversicherungssystems. Im Hinblick auf das Arzthaftungsrecht spielt die GKV insbesondere im Rahmen der Ermittlung eines Behandlungsfehlers eine wichtige Rolle. So sind die GKV'en in gesetzliche bestimmten Fällen verpflichtet, eine gutachterliche Stellungnahme des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK) einzuholen. Der Gutachter des MDK erstellt sodann ein wissenschaftlich begründetes Gutachten, welches Ihnen den Nachweis eines Behandlungsfehlers erleichtern kann. Dem Versicherten entstehen dabei keine direkten Kosten. Die Erstellung eines solchen Gutachtens ist jedoch oftmals nur der erste Schritt auf dem Weg zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

 

Die gesetzlichen Krankenkasse und der MDK werden jedoch nur im Rahmen der ihnen gesetzlich auferlegten Pflichten und Leistungsvorgaben tätig. Der Versicherte hat somit nur einen Anspruch auf die Begutachtung von solcherlei Behandlungen, die auch im Vorfeld von der Krankenkasse bewilligt worden sind.

 

Wenn es um Leistungen geht, die eine teilweise Bewilligung und einen Eigenanteil zum Gegenstand haben, so kann der MDK auch nur für den bewilligten Anteil in Anspruch genommen werden. Diese Situation liegt beispielsweise im Rahmen zahnärztlicher Behandlungen vor, in denen der Patient eine Einlagenfüllung erhalten hat (Eigenkosten) und im Anschluss an die Behandlung eine Nachuntersuchung stattfindet (bewilligte Leistung).

 

Sofern eine PKV Hauptversicherer ist, wird der MDK nicht tätig. Die Patienten können sich an die oftmals eigens bei den Versicherungen eingerichteten Regressabteilungen wenden.